Website für Coaches optimieren: Diese 5 Fehler kosten dich Anfragen
- Jasmin Laura Maibach

- 5. Mai
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Mai

Du hast Zeit und Geld in deine Website investiert. Sie sieht gut aus, erklärt dein Angebot – und trotzdem passiert nichts. Keine Anfragen, kaum Traffic, keine Reaktion.
Das liegt fast nie am Design. Es liegt an fünf strukturellen Fehlern, die auf den meisten Coaching-Websites zu finden sind – und die dafür sorgen, dass Besucherinnen kommen, nichts tun und wieder gehen.
In diesem Artikel zeige ich dir, welche Fehler das sind, warum sie Anfragen verhindern – und wie du sie konkret behebst.
Warum die meisten Coaching-Websites nicht funktionieren
Eine Website zu haben und eine Website zu haben, die Anfragen bringt, sind zwei verschiedene Dinge. Der Unterschied liegt nicht im Aussehen – er liegt in der Struktur, der Sprache und der Logik dahinter.
Die meisten Coaching-Websites wurden gebaut, um zu informieren: Wer bin ich, was biete ich an, wie läuft die Zusammenarbeit. Das ist nicht falsch – aber es reicht nicht. Eine Website, die Anfragen bringt, tut mehr als informieren. Sie führt. Sie überzeugt. Und sie macht den nächsten Schritt so einfach, dass eine Besucherin nicht nachdenken muss.
Hier sind die fünf häufigsten Fehler, die genau das verhindern.
Fehler 1: Die Startseite spricht über dich – nicht über deine Kundin
"Ich bin Coach für persönliche Entwicklung und begleite Menschen auf ihrem Weg zu mehr Erfüllung." Klingt gut – aber es beantwortet nicht die Frage, die jede Besucherin stellt: Bin ich hier richtig? Ist das für mich?
Eine Besucherin kommt auf deine Website mit einem konkreten Problem im Kopf. Sie sucht jemanden, der dieses Problem versteht und löst. Wenn sie auf deiner Startseite zuerst liest, wer du bist und was du machst – statt was sie davon hat – verlierst du sie in den ersten Sekunden.
Der häufigste Fehler auf Coaching-Websites: Die Startseite beginnt mit der Perspektive der Anbieterin, nicht der Suchenden. "Ich helfe dir dabei..." ist bereits besser als "Ich bin...". Aber noch besser ist: direkt das Problem der Besucherin ansprechen.
Konkret: Ändere den ersten Satz deiner Startseite. Nicht "Ich bin Coach für X" – sondern "Du bist Coach, arbeitest hart – und trotzdem kommen keine Anfragen?" Sprich das Problem an, bevor du die Lösung nennst.
Fehler 2: Es gibt keinen klaren nächsten Schritt
Eine Besucherin landet auf deiner Website, liest sich durch dein Angebot, findet es interessant – und dann? Wenn die Antwort auf diese Frage unklar ist, verlässt sie die Seite ohne Aktion.
Viele Coaching-Websites haben einen Kontakt-Button irgendwo im Menü. Das ist kein klarer nächster Schritt – das ist eine versteckte Tür. Eine Website, die Anfragen bringt, hat an jedem relevanten Punkt einen sichtbaren, einladenden CTA: Was soll die Besucherin jetzt tun?
Dabei muss der erste Schritt nicht direkt eine Buchung sein. Ein niedrigschwelliges Angebot – eine kostenlose Analyse, ein kurzes Erstgespräch, ein Freebie – senkt die Hürde und macht es wahrscheinlicher, dass jemand den ersten Schritt macht.
Konkret: Prüfe jede einzelne Seite deiner Website: Gibt es einen sichtbaren CTA? Ist er konkret formuliert – "Jetzt kostenlose Business-Analyse anfragen" statt "Kontakt"? Wenn nicht, füge ihn ein.
Fehler 3: Deine Website wird von Google nicht gefunden
Eine schöne Website, die niemand findet, bringt keine Anfragen. Und die meisten Coaching-Websites werden von Google kaum oder gar nicht gefunden – nicht weil sie schlecht sind, sondern weil SEO nie aktiv betrieben wurde.
SEO für Coaches bedeutet: Deine Website enthält Inhalte, die auf konkrete Suchanfragen deiner Zielgruppe ausgerichtet sind. Nicht allgemeine Beschreibungen deines Angebots – sondern Antworten auf Fragen, die deine Wunschkundin bei Google eingibt.
Ohne diese Inhalte existiert deine Website für Google praktisch nicht. Sie ist indexiert – aber für keine relevante Suchanfrage sichtbar. Das bedeutet: Nur Menschen, die deinen Namen bereits kennen, finden dich. Alle anderen nicht.
Die Lösung ist ein Blog mit SEO-optimierten Artikeln, die gezielt auf die Suchanfragen deiner Zielgruppe ausgerichtet sind. Jeder Artikel ist eine zusätzliche Eintrittspforte in dein Business – rund um die Uhr, ohne dass du aktiv sein musst.
Konkret: Richte Google Search Console ein und prüfe, für welche Keywords deine Website bereits erscheint. Wenn die Liste leer oder irrelevant ist, ist SEO-Content deine dringendste Baustelle. Wie du als Coach die richtigen Keywords findest, erkläre ich in diesem Artikel: Keywords für Coaches finden.
Fehler 4: Deine Texte sind zu allgemein – und sprechen niemanden wirklich an
"Ich begleite Coaches dabei, ihr Business auf das nächste Level zu bringen." Diese Art von Formulierung klingt professionell – ist aber so allgemein, dass sie niemanden wirklich anspricht.
Das Problem: Wenn du versuchst, alle anzusprechen, sprichst du niemanden an. Eine Besucherin, die sich in deinen Texten nicht konkret wiederfindet, fühlt sich nicht gemeint. Sie denkt: "Das ist nicht für mich" – und geht.
Die Sprache deiner Website sollte so spezifisch sein, dass deine Wunschkundin beim Lesen denkt: "Das beschreibt genau mein Problem." Das erreichst du nicht durch allgemeine Positionierungsformeln, sondern durch die echte Sprache deiner Zielgruppe – die Worte, die sie benutzt, wenn sie über ihr Problem spricht.
Konkret: Lies die Rezensionen von Büchern oder Kursen, die deine Zielgruppe liest. Schau dir Kommentare in Facebook-Gruppen an, in denen sie aktiv ist. Diese Sprache – nicht deine Expertensprache – gehört auf deine Website.
Fehler 5: Blog und Website hängen nicht zusammen
Viele Coaches haben einen Blog – und eine Website. Aber die beiden kommunizieren nicht miteinander. Die Blogartikel verlinken nicht auf die Landingpage. Die Startseite verweist nicht auf relevante Artikel. Es gibt keine interne Struktur, die Besucherinnen durch dein Angebot führt.
Das ist ein Problem aus zwei Gründen. Erstens für Google: Interne Verlinkung signalisiert, dass deine Inhalte zusammenhängen und ein Thema wirklich abdecken. Seiten, die intern gut verlinkt sind, ranken besser als isolierte Einzelseiten.
Zweitens für deine Besucherin: Sie landet auf einem Blogartikel, findet ihn interessant – aber es gibt keinen logischen nächsten Schritt. Keinen Hinweis auf dein Angebot, keinen Link zur Landingpage, keinen Grund zu bleiben. Sie geht wieder, ohne je zu erfahren, dass du genau das bietest, was sie sucht.
Konkret: Geh durch jeden deiner Blogartikel und füge mindestens zwei interne Links ein: einen zu einem thematisch verwandten Artikel und einen zur Seite, auf der man dich buchen oder kontaktieren kann. Dieser eine Schritt kann den Unterschied machen.
Fazit: Website für Coaches optimieren
Wie du weißt, welcher Fehler bei dir der größte ist
Nicht jeder dieser Fehler ist bei jeder Website gleich stark ausgeprägt. Manchmal ist es vor allem die fehlende SEO-Struktur. Manchmal die unklare Startseite. Manchmal fehlen nur die internen Links.
Den größten Hebel findest du, indem du dir deine Website-Daten anschaust: Wie viele Besucherinnen kommen? Über welche Kanäle? Welche Seiten werden am häufigsten besucht – und wo steigen die meisten aus?
Wenn kaum jemand kommt, ist SEO das dringendste Thema. Wenn Menschen kommen aber nicht anfragen, liegt das Problem in der Struktur und dem CTA. Wenn beides fehlt, fang mit der Startseite an – sie ist das Fundament.
Wenn du dir nicht sicher bist, wo bei dir der größte Hebel liegt, ist die kostenlose Business-Analyse der richtige erste Schritt. Ich schaue mir dein Business persönlich an und zeige dir konkret, was bei dir fehlt und was der sinnvollste nächste Schritt ist.
Wie ein Marketing-System für Coaches strukturell aufgebaut ist, erkläre ich auf dieser Seite: Coaching Marketing
Über die Autorin
Jasmin Laura Maibach unterstützt Coaches und Beraterinnen dabei, ein Marketing-System aufzubauen, das verlässliche Anfragen bringt – unabhängig von Social Media und Algorithmen. Mit dem Programm Planbare Anfragen zeigt sie, wie ein website-basiertes System aussieht, das auch dann funktioniert, wenn du offline bist.




Kommentare