Keywords für Coaches: Wie du die richtigen Suchbegriffe findest – ohne SEO-Vorkenntnisse
- Jasmin Laura Maibach

- 5. Mai
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Mai

Du weißt, dass SEO wichtig ist. Du weißt, dass du Blogartikel schreiben sollst, die gefunden werden. Aber welche Themen? Welche Begriffe? Und wie findest du heraus, wonach deine Zielgruppe wirklich sucht?
Keyword-Recherche klingt technisch – ist es aber nicht. Es geht im Kern um eine einzige Frage: Was tippt meine Wunschkundin bei Google ein, wenn sie ihr Problem beschreibt?
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du genau das herausfindest – Schritt für Schritt, ohne teure Tools und ohne SEO-Vorkenntnisse.
Was ein Keyword ist – und warum es für Coaches so wichtig ist
Ein Keyword ist schlicht der Begriff oder die Phrase, die jemand bei Google eingibt. "Coach für Selbstständige", "keine Anfragen trotz Website", "Marketing für Coaches ohne Social Media" – das sind alles Keywords.
Für dich als Coach ist die Keyword-Recherche deshalb so wichtig, weil sie bestimmt, ob deine Website überhaupt gefunden wird. Du kannst den besten Artikel der Welt schreiben – wenn er auf ein Keyword ausgerichtet ist, das niemand sucht, liest ihn niemand.
Umgekehrt gilt: Ein Artikel, der genau auf das Keyword ausgerichtet ist, das deine Wunschkundin eingibt, kann dir über Monate und Jahre neue Besucherinnen bringen – ohne dass du aktiv etwas tun musst.
Die Keyword-Recherche ist also nicht optionaler SEO-Kram. Sie ist die Grundlage dafür, dass dein Content überhaupt wirkt.
Der häufigste Fehler bei der Keyword-Wahl
Bevor wir in die Recherche gehen, ein wichtiger Hinweis: Der häufigste Fehler bei Coaches ist, Keywords aus der eigenen Perspektive zu wählen – nicht aus der Perspektive der Suchenden.
Du denkst vielleicht: "Ich schreibe über systemisches Coaching" oder "Ich erkläre, was ein Business Coach macht." Das sind Themen, die dich als Expertin interessieren. Aber sie sind nicht das, was deine Wunschkundin googelt.
Sie googelt ihr Problem. "Warum bekomme ich keine Kunden als Coach." "Marketing für Coaches mit wenig Zeit." "Coaching-Business aufbauen ohne Instagram." Das sind keine Fachbegriffe – das ist die Sprache einer Person, die eine Lösung sucht.
Gute Keywords kommen aus der Welt deiner Kundin – nicht aus deiner Expertenwelt.
Keyword-Recherche in 5 Schritten
Schritt 1: Probleme deiner Zielgruppe sammeln
Fang nicht mit Tools an – fang mit Empathie an. Schreib auf, welche Probleme, Fragen und Frustrationen deine Wunschkundin hat. Was hält sie nachts wach? Was googelt sie, wenn niemand zuschaut?
Quellen dafür: Gespräche mit Kundinnen, Kommentare in Facebook-Gruppen, Fragen unter YouTube-Videos, Rezensionen von Büchern in deiner Nische. Überall dort, wo deine Zielgruppe in eigenen Worten über ihre Probleme spricht.
Konkret: Erstelle eine Liste mit mindestens 20 Problemen oder Fragen deiner Zielgruppe – in ihrer Sprache, nicht in deiner. Diese Liste ist deine Keyword-Basis.
Schritt 2: Google-Autocomplete nutzen
Google selbst ist das beste kostenlose Keyword-Tool. Gib den Anfang einer typischen Suchanfrage deiner Zielgruppe ein – und schau, was Google als Ergänzung vorschlägt. Diese Vorschläge sind echte Suchanfragen von echten Menschen.
Beispiel: Du tippst "Kunden gewinnen als Coach" – Google zeigt dir: "ohne Social Media", "mit Blog", "ohne Empfehlungen", "als Berufseinsteiger". Jede dieser Ergänzungen ist ein potenzielles Artikelthema.
Schau auch auf die "Ähnliche Suchanfragen" ganz unten auf der Ergebnisseite. Dort findest du verwandte Keywords, auf die du noch nicht gekommen wärst.
Konkret: Nimm deine Top-5-Probleme aus Schritt 1 und gib sie bei Google ein. Notiere alle Autocomplete-Vorschläge und ähnlichen Suchanfragen. Das sind deine konkreten Keyword-Kandidaten.
Schritt 3: Suchintention verstehen
Nicht jedes Keyword passt zu jedem Inhaltsformat. Entscheidend ist die Suchintention – also was die suchende Person wirklich will.
Informationsorientierte Keywords wie "warum bekomme ich keine Anfragen als Coach" wollen einen erklärenden Artikel. Transaktionsorientierte Keywords wie "Coach für Coaches buchen" wollen eine Angebotsseite. Vergleichs-Keywords wie "Blog oder Podcast als Coach" wollen eine Gegenüberstellung.
Wenn du einen Blogartikel auf ein transaktionales Keyword optimierst, wirst du nicht ranken – weil Google weiß, dass die Suchende keine Erklärung will, sondern ein Angebot. Umgekehrt genauso.
Konkret: Gib dein Keyword bei Google ein und schau, was aktuell auf Seite 1 steht. Sind das Blogartikel? Landingpages? Videos? Das zeigt dir, welches Format Google für dieses Keyword bevorzugt – und was du liefern musst.
Schritt 4: Wettbewerb realistisch einschätzen
Manche Keywords sind extrem umkämpft – "Business Coach" zum Beispiel. Dagegen anzutreten ist als neue Website fast unmöglich. Andere Keywords sind spezifischer und haben weniger Konkurrenz – "Kunden gewinnen als Coach ohne Social Media" zum Beispiel.
Als Faustregel: Je spezifischer ein Keyword, desto weniger Konkurrenz – und desto höher die Kaufabsicht. Jemand, die "Kunden gewinnen als Coach ohne Social Media" sucht, weiß genau was sie will. Jemand, die "Coach" sucht, sucht vielleicht nur eine Definition.
Long-Tail-Keywords – also längere, spezifischere Phrasen – sind für neue Websites oft der bessere Einstieg. Sie haben zwar weniger Suchvolumen, aber auch weniger Konkurrenz und höhere Relevanz.
Konkret: Vermeide zu Beginn Ein-Wort-Keywords wie "Coaching" oder "Coach werden". Fokussiere dich auf Phrasen mit 3–5 Wörtern, die ein konkretes Problem beschreiben.
Schritt 5: Search Console auswerten
Wenn deine Website bereits online ist, hast du eine wertvolle Datenquelle, die viele ignorieren: die Google Search Console. Dort siehst du, für welche Keywords deine Seite bereits erscheint – auch wenn sie noch nicht auf Seite 1 steht.
Diese Keywords sind Gold wert. Sie zeigen dir, wo Google deine Website bereits thematisch einordnet – und welche Artikel du ausbauen oder optimieren solltest, um höher zu ranken.
Ein Artikel, der bereits auf Position 15–20 steht, braucht oft nur eine Überarbeitung – mehr Tiefe, bessere interne Verlinkung, ein klarerer CTA – um auf Seite 1 zu kommen. Das ist deutlich einfacher als bei null anzufangen.
Konkret: Öffne deine Search Console und filtere nach "Impressionen". Welche Keywords haben viele Impressionen aber wenig Klicks? Das sind deine niedrig hängenden Früchte – Seiten, die Google schon zeigt, aber noch nicht genug überzeugen.
Welche Keywords für Coaches besonders gut funktionieren
Aus der Arbeit mit Coaches und Beraterinnen haben sich bestimmte Keyword-Typen als besonders wirksam erwiesen:
Problem-Keywords:
"Warum bekomme ich keine Anfragen als Coach", "keine Kunden trotz Website", "Marketing für Coaches funktioniert nicht" – diese Keywords treffen Menschen genau in dem Moment, in dem sie aktiv nach einer Lösung suchen.
Vergleichs-Keywords:
"Blog oder Podcast als Coach", "Instagram oder Website für Coaches", "SEO vs. Social Media für Coaches" – diese Keywords werden von Menschen gesucht, die bereits überlegen, was die richtige Strategie ist. Sie sind kaufbereit.
How-To-Keywords:
"Wie gewinne ich Kunden als Coach", "wie baue ich ein Coaching-Business auf", "wie funktioniert SEO für Coaches" – konkrete Anleitungsfragen mit hoher Informationsabsicht.
Nischen-Keywords:
Je spezifischer deine Zielgruppe, desto spezifischer deine Keywords. "Marketing für selbstständige Coaches ohne Team", "Kunden gewinnen als Business Coach" – diese Keywords haben zwar weniger Suchvolumen, aber deutlich mehr Relevanz für deine konkrete Zielgruppe.
Ein Keyword pro Artikel – und nicht mehr
Eine häufige Frage: Kann ich einen Artikel auf mehrere Keywords optimieren? Die Antwort ist: begrenzt. Jeder Artikel sollte ein primäres Keyword haben – das Thema, auf das der Artikel ausgerichtet ist. Sekundäre Keywords können vorkommen, aber das Hauptthema muss klar sein.
Google versteht Kontext. Wenn dein Artikel über "Kunden gewinnen ohne Social Media" handelt, wird er auch für verwandte Begriffe wie "Marketing ohne Instagram" oder "Coaching-Business ohne Social Media" erscheinen – ohne dass du jeden Begriff explizit einbauen musst.
Was du vermeiden solltest: denselben Begriff in mehreren Artikeln als Hauptkeyword zu verwenden. Das führt zu Keyword-Kannibalisierung – deine eigenen Seiten konkurrieren gegeneinander, und Google weiß nicht, welche Seite es ranken soll.
Konkret: Führe eine einfache Tabelle: Artikel – Primäres Keyword – URL. So behältst du den Überblick und vermeidest Überschneidungen.
Der nächste Schritt: aus Keywords Artikel machen
Du hast jetzt eine Liste von Keywords – das ist der Ausgangspunkt. Der nächste Schritt ist, daraus Blogartikel zu machen, die wirklich ranken. Wie du Blogartikel als Coach schreibst, die SEO-tauglich sind und gleichzeitig deine Zielgruppe wirklich ansprechen, erkläre ich in diesem Artikel: Blogartikel schreiben als Coach.
Und wenn du wissen willst, wo dein Business gerade steht – ob deine Website die richtigen Keywords bedient, ob dein Content die richtige Zielgruppe anspricht – ist die kostenlose Business-Analyse der richtige erste Schritt.
Wie ein Marketing-System für Coaches strukturell aufgebaut ist, erkläre ich auf dieser Seite: Coaching Marketing
Über die Autorin
Jasmin Laura Maibach unterstützt Coaches und Beraterinnen dabei, ein Marketing-System aufzubauen, das verlässliche Anfragen bringt – unabhängig von Social Media und Algorithmen. Mit dem Programm Planbare Anfragen zeigt sie, wie ein website-basiertes System aussieht, das auch dann funktioniert, wenn du offline bist.




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