Blogartikel schreiben als Coach: So entstehen Texte die ranken
- Jasmin Laura Maibach

- 6. Mai
- 6 Min. Lesezeit

Du weißt, dass du bloggen solltest. Du weißt, dass SEO wichtig ist. Aber wenn du dich hinsetzt und anfängst zu schreiben, entsteht meistens etwas, das sich gut anfühlt – aber trotzdem nicht rankt.
Der Grund ist fast immer derselbe: Ein Blogartikel, der bei Google gefunden wird, folgt einer anderen Logik als ein Artikel, der sich gut liest. Beides schließt sich nicht aus – aber du musst beide Anforderungen kennen und zusammenbringen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie ein SEO-tauglicher Blogartikel als Coach aufgebaut ist, was Google bewertet – und wie du Texte schreibst, die nicht nur ranken, sondern auch Anfragen bringen.
Warum die meisten Coaching-Blogartikel nicht ranken
Es gibt drei Hauptgründe, warum Blogartikel von Coaches bei Google unsichtbar bleiben.
Erstens: Sie sind zu kurz. Ein 400-Wörter-Artikel konkurriert gegen Artikel mit 1.500 bis 2.500 Wörtern, die dasselbe Thema vollständiger behandeln. Google bevorzugt Tiefe – nicht weil Länge an sich gut ist, sondern weil sie signalisiert, dass ein Thema wirklich durchdrungen wurde.
Zweitens: Sie sind auf das falsche Keyword ausgerichtet – oder gar nicht auf ein Keyword. Ein Artikel ohne klar definiertes Hauptkeyword kann für alles Mögliche erscheinen, rankt aber für nichts wirklich gut.
Drittens: Sie haben keine interne Struktur, die Google versteht. Überschriften, Absätze, interne Links – das sind keine Designentscheidungen, sondern SEO-Signale. Wer sie ignoriert, verschenkt Ranking-Potenzial.
Die gute Nachricht: Alle drei Probleme sind lösbar. Und wenn du weißt, wie ein guter SEO-Artikel aufgebaut ist, brauchst du kein spezielles Vorwissen – nur eine klare Struktur.
Der Aufbau eines Blogartikels, der rankt
Bevor du anfängst zu schreiben, steht die Struktur. Ein SEO-tauglicher Blogartikel folgt immer demselben Grundprinzip: Er beantwortet eine konkrete Frage vollständig und führt die Leserin am Ende zu einem klaren nächsten Schritt.
Das klingt simpel – ist es auch. Aber die Umsetzung braucht Bewusstsein für jeden einzelnen Baustein.
Schritt 1: Das Keyword festlegen – bevor du schreibst
Jeder Artikel beginnt mit einem primären Keyword. Das ist die Suchanfrage, auf die der Artikel ausgerichtet ist – und die du in Titel, erster Überschrift, Meta-Beschreibung und natürlich im Text selbst verwendest.
Wie du das richtige Keyword findest, habe ich in diesem Artikel ausführlich erklärt: Keywords für Coaches finden. Kurz zusammengefasst: Denk aus der Perspektive deiner Wunschkundin. Was tippt sie bei Google ein, wenn sie ihr Problem beschreibt?
Konkret: Schreib das Keyword auf, bevor du anfängst. Es ist dein Kompass – jeder Abschnitt des Artikels soll dazu beitragen, diese eine Frage zu beantworten.
Schritt 2: Titel und H1 – das Keyword an erster Stelle
Der Titel deines Artikels ist das Erste, was Google und deine Leserin sehen. Er sollte das Keyword enthalten – idealerweise am Anfang – und gleichzeitig neugierig machen.
Gute Titelformeln für Coaches: "[Keyword]: So funktioniert es wirklich", "[Keyword] – Diese [Zahl] Fehler kosten dich Anfragen", "[Keyword]: Der Schritt-für-Schritt-Guide". Diese Formate signalisieren sowohl Google als auch der Leserin: Hier bekommst du eine vollständige Antwort.
Wichtig: Titel und H1 (die Hauptüberschrift im Artikel) sollten identisch oder sehr ähnlich sein. Viele Website-Systeme trennen das – achte darauf, dass beide das Keyword enthalten.
Konkret: Schreib drei Titelversionen, bevor du dich entscheidest. Welche beantwortet die Frage deiner Leserin am direktesten – und enthält das Keyword möglichst früh?
Schritt 3: Die Einleitung – Problem benennen, Lösung versprechen
Die ersten drei Sätze entscheiden, ob jemand weiterliest. Google misst die Verweildauer – wenn Leserinnen sofort abspringen, wertet das den Artikel ab.
Eine gute Einleitung für SEO-Artikel funktioniert nach diesem Muster: Problem benennen, Frustration spiegeln, Lösung versprechen. Nicht: "In diesem Artikel erkläre ich dir..." – das ist langweilig und verschenkt die ersten Sekunden. Sondern direkt einsteigen: "Du schreibst Blogartikel – aber niemand findet sie. Das liegt fast immer an diesen drei Dingen."
Die Einleitung soll die Leserin abholen, nicht beeindrucken. Schreib so, dass jemand nach dem ersten Absatz denkt: "Genau das ist mein Problem. Ich lese weiter."
Konkret: Schreib deine Einleitung zuletzt – wenn du den ganzen Artikel kennst, weißt du besser, was du versprechen kannst. Dann kürze sie auf maximal drei kurze Absätze.
Schritt 4: Überschriften als Struktur – H2 und H3 strategisch einsetzen
Überschriften sind nicht nur für die Leserin – sie sind SEO-Signale. Google liest Überschriften, um zu verstehen, welche Unterthemen ein Artikel abdeckt. Je strukturierter und thematisch relevanter deine Überschriften, desto besser versteht Google, worum es geht.
H2-Überschriften sind die Hauptabschnitte deines Artikels. Jede H2 sollte ein eigenständiges Unterthema des Hauptkeywords abdecken. H3-Überschriften sind Unterabschnitte innerhalb eines H2-Blocks – zum Beispiel einzelne Schritte oder Beispiele.
Faustregel: Ein Artikel mit 1.500 Wörtern sollte mindestens 4–6 H2-Überschriften haben. Das signalisiert Tiefe und macht den Artikel gleichzeitig übersichtlicher für die Leserin.
Konkret: Schreib vor dem Schreiben erst die Überschriften. Sie sind das Inhaltsverzeichnis deines Artikels – wenn die Struktur stimmt, schreibt sich der Rest deutlich leichter.
Schritt 5: Texttiefe – lieber gründlich als schnell
Jeder Abschnitt sollte das Unterthema wirklich behandeln – nicht nur anreißen. Das bedeutet: Erkläre den Kontext. Gib ein Beispiel. Zeig, was passiert wenn man es falsch macht. Und was wenn man es richtig macht.
Das klingt nach viel Arbeit – ist es auch. Aber es ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Artikel, der auf Seite 3 verschwindet, und einem, der auf Seite 1 landet. Google bewertet nicht die Anzahl der Wörter, sondern die Vollständigkeit der Antwort.
Eine praktische Methode: Stell dir nach jedem Absatz die Frage "Und? Was bedeutet das für mich?" – aus der Perspektive deiner Leserin. Wenn du diese Frage noch nicht beantwortet hast, ist der Abschnitt noch nicht fertig.
Konkret: Lies nach dem Schreiben jeden Abschnitt durch und frag dich: Könnte eine Leserin diesen Punkt direkt umsetzen? Wenn nicht, fehlt noch etwas.
Schritt 6: Interne Links – Artikel miteinander verbinden
Jeder Blogartikel sollte mindestens zwei interne Links enthalten: einen zu einem thematisch verwandten Artikel und einen zur Seite, auf der man dich buchen oder kontaktieren kann.
Interne Links haben zwei Funktionen. Für Google: Sie zeigen, dass deine Inhalte zusammenhängen und ein Thema wirklich abdecken. Das stärkt das Ranking aller verlinkten Seiten. Für deine Leserin: Sie kann tiefer in dein Thema einsteigen – und landet irgendwann bei deinem Angebot.
Wichtig beim Verlinken: Der Ankertext – also das Wort oder die Phrase, auf die du verlinkst – sollte beschreibend sein. Nicht "hier klicken", sondern "wie du als Coach die richtigen Keywords findest". Google liest den Ankertext und versteht dadurch, worum es auf der verlinkten Seite geht.
Konkret: Baue interne Links organisch in den Text ein – dort, wo das verlinkte Thema gerade relevant wird. Nicht als Liste am Ende des Artikels.
Schritt 7: Der CTA – jeder Artikel endet mit einem klaren nächsten Schritt
Ein Blogartikel ohne CTA ist wie ein Verkaufsgespräch ohne Abschluss. Die Leserin hat deinen Artikel gelesen, findet ihn hilfreich – und geht wieder, weil nicht klar ist, was sie jetzt tun soll.
Der CTA am Ende eines Artikels muss nicht verkäuferisch sein. Er soll einladen. "Wenn du wissen willst, wo dein Business gerade steht – hier ist der erste Schritt." Ein niedrigschwelliges Angebot als logische Fortsetzung des Artikels.
Für dich bedeutet das: Jeder Artikel endet mit einem Hinweis auf die kostenlose Business-Analyse. Die Leserin hat gerade erfahren, warum Blogartikel wichtig sind – der logische nächste Schritt ist zu verstehen, ob ihre Website das bereits umsetzt.
Konkret: Formuliere deinen CTA als Brücke zwischen Artikelthema und Angebot. Nicht generisch – sondern direkt anknüpfend an das, was die Leserin gerade gelesen hat.
Blogartikel schreiben als Coach
Nun fragst du dich wahrscheinlich wie funktioniert: Blogartikel schreiben als Coach denn wirklich? Worauf kommt es an, wie lang sollte ein Artikel sein, wie oft solltest du schreiben - das schauen wir uns nun an:
Wie lang sollte ein Blogartikel als Coach sein?
Die ehrliche Antwort: so lang wie nötig, um das Thema vollständig zu behandeln. Für die meisten Coaching-Keywords bedeutet das 1.500 bis 2.500 Wörter.
Kürzer ist manchmal möglich – bei sehr spezifischen Nischen-Keywords mit wenig Konkurrenz. Länger ist manchmal nötig – bei kompetitiven Keywords, wo die Konkurrenz ausführliche Guides veröffentlicht.
Die einfachste Methode: Schau dir die Top-3-Ergebnisse bei Google für dein Keyword an. Wie lang sind diese Artikel? Das ist der Maßstab, an dem Google dich messen wird.
Wie oft solltest du als Coach bloggen?
Qualität schlägt Quantität – immer. Ein tiefer, gut strukturierter Artikel pro Monat ist wertvoller als vier oberflächliche.
Was zählt, ist Konsistenz über Zeit. Google belohnt Websites, die regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen – nicht Websites, die in einem Monat zehn Artikel publizieren und dann drei Monate nichts.
Plane realistisch. Was kannst du dauerhaft leisten – auch in stressigen Monaten, in der Elternzeit, wenn das Business gerade viel fordert? Dieser Rhythmus ist dein Ziel – nicht der maximale Output, den du in einer guten Woche schaffen könntest.
Der erste Artikel ist der wichtigste
Viele Coaches warten, bis sie "genug Zeit" haben, bis die Website perfekt ist, bis sie "wirklich verstehen wie SEO funktioniert". Diese Artikel warten ewig.
Der erste Artikel muss nicht perfekt sein. Er muss existieren. Denn jeder Artikel, den du veröffentlichst, ist eine neue Eintrittspforte in dein Business – eine Seite, die Google indexieren, bewerten und irgendwann ranken kann.
Wenn du weißt, welches Keyword du angehst, wie der Artikel strukturiert sein soll und welchen CTA du am Ende einbaust – dann hast du alles, was du brauchst. Der Rest ist Schreiben.
Und wenn du nicht sicher bist, ob deine Website und dein Content-System bereits die richtige Grundlage haben, zeigt dir die kostenlose Business-Analyse genau das – konkret, individuell, ohne Umwege.
Wie ein Marketing-System für Coaches strukturell aufgebaut ist, erkläre ich auf dieser Seite: Coaching Marketing
Über die Autorin
Jasmin Laura Maibach unterstützt Coaches und Beraterinnen dabei, ein Marketing-System aufzubauen, das verlässliche Anfragen bringt – unabhängig von Social Media und Algorithmen. Mit dem Programm Planbare Anfragen zeigt sie, wie ein website-basiertes System aussieht, das auch dann funktioniert, wenn du offline bist.




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