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SEO oder GEO: Was Coaches für Google und KI wirklich brauchen

Autorenbild: Jasmin Laura Maibach
Jasmin Laura Maibach
vor 3 Tagen
14 Min. Lesezeit

SEO oder GEO

Lohnt sich SEO als Coach noch? SEO ist tot. Jetzt brauchst du GEO. Zumindest, wenn du einigen Gerüchten glaubst.

Also fragst du dich vielleicht, ob du nun überhaupt noch auf SEO setzen solltest. Ob Keywords keine Rolle mehr spielen. Und ob du deine Website jetzt komplett für ChatGPT, Claude, Gemini und Co statt für Google optimieren musst.


Die kurze Antwort: Nein. GEO ersetzt SEO nicht. SEO bleibt die Grundlage. GEO erweitert SEO. Denn auch KI-Systeme brauchen auffindbare, verständliche und vertrauenswürdige Informationen. Genau dafür schafft SEO die Basis. GEO richtet diese Grundlage zusätzlich darauf aus, dass dein Business in generierten Antworten korrekt eingeordnet, als Quelle genutzt und im besten Fall empfohlen wird.


Für Coaches und Beraterinnen wie dich (und mich) ist deshalb nicht die Frage: SEO oder GEO? Sondern: In welcher Reihenfolge müssen SEO und GEO zusammenspielen, damit aus deiner Expertise planbare Anfragen entstehen?


Um diese Frage zu lösen, schauen wir uns kurz an, wie SEO und GEO für Coaches überhaupt funktionieren.


Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?


SEO und GEO sind gar nicht so unterschiedlich, sie verfolgen schließlich ein gemeinsames Ziel: Dein Business soll sichtbar werden- und zwar dann, wenn potenzielle Kundinnen nach einer Lösung suchen.


Der Weg dorthin ist jedoch nicht identisch. SEO und GEO funktionieren ähnlich, aber eben nicht identisch.


SEO bringt deine Website in die Suchergebnisse


SEO steht für Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung. Du optimierst deine Website also so, dass Google deine Inhalte crawlen, verstehen und zu passenden Suchanfragen ausspielen kann.


Klassische SEO beantwortet Fragen wie:

● Nach welchen Begriffen sucht meine Zielgruppe?

● Welche Seite meiner Website soll für welches Thema gefunden werden?

● Ist meine Website technisch zugänglich und indexierbar?

● Beantwortet mein Inhalt die jeweilige Suchintention?

● Führt der Treffer zu einem Klick und anschließend zu einer Anfrage?


Das sichtbare Ergebnis ist häufig eine Position in der Google-Suche. Eine potenzielle Kundin sieht deinen Seitentitel, klickt auf deine Website und entscheidet dort, ob sie dir vertraut.


GEO bringt deine Expertise in generierte Antworten


GEO steht für Generative Engine Optimization. Der Begriff beschreibt Maßnahmen, mit denen Inhalte für generative Such- und Antwortsysteme wie ChatGPT, Google AI Overviews, AI Mode, Gemini, Perplexity oder Copilot verständlich und nutzbar werden.

Bei GEO geht es damit nicht nur um einen Link in einer Ergebnisliste.


Es geht darum, ob ein KI-System:

● deine Inhalte als Quelle verwendet,

● dein Business korrekt mit einem Thema verbindet,

● deine Expertise richtig beschreibt,

● oder dich bei einer konkreten Frage als passende Anbieterin nennt.


Der Unterschied zwischen SEO und GEO: SEO will, dass deine Seite gefunden und geklickt wird. GEO will zusätzlich, dass deine Information verstanden, zitiert und deinem Business richtig zugeordnet wird.


SEO oder GEO – womit sollte ich als Coach starten?


Die meisten Coaches und Beraterinnen, die zu mir kommen fragen sich, ob sie nun erst mit SEO oder auch besser direkt mit GEO starten sollen. Es kommt darauf an, wie weit du bist:


Wenn du bisher deine Website noch nicht SEO optimiert hast und wenn du bisher kaum über Google gefunden wirst, dann solltest du nicht erst mit GEO starten. Du brauchst definitiv zuerst ein solides SEO-Fundament. Wenn du deine Website SEO-optimieren möchtest- aber nicht weißt wie, kannst du es hier nachlesen: SEO für Coaches: So wird deine Website bei Google gefunden


Wenn deine Website bereits gefunden wird, aber in KI-Antworten nicht auftaucht oder falsch eingeordnet wird, musst du deine GEO-Signale schärfen. Wie du deine Website für KI optimieren kannst, kannst du hier nachlesen: KI für Coaches: So wirst du von ChatGPT & Co. gefunden und empfohlen


Und wenn weder Google noch KI klar verstehen, wofür du stehst, brauchst du keine zwei getrennten Strategien. Du brauchst ein Marketing-System, in dem Positionierung, Website, SEO, GEO und Inhalte aufeinander aufbauen. Wie du das aufbaust, kannst du hier nachlesen: Kunden gewinnen als Coach: So baust du ein Marketing-System, das regelmäßig Anfragen bringt



Google selbst beantwortet die Grundsatzfrage nach "GEO oder SEO" übrigens sehr deutlich: Die bekannten SEO-Prinzipien bleiben auch für die generativen Funktionen der Google-Suche relevant, weil AI Overviews und AI Mode auf den bestehenden Such- und Qualitätssystemen aufbauen. Aus Googles Sicht gehört die Optimierung für generative Suche weiterhin zur Suchmaschinenoptimierung. Zur offiziellen Google-Einordnung von SEO, AEO und GEO.


Die künstliche Trennung zwischen SEO und GEO klingt also größer, als sie in der praktischen Arbeit ist. SEO und GEO gehen Hand in Hand und gehören praktisch zusammen.


Warum GEO ohne SEO-Fundament nicht zuverlässig funktioniert


GEO ohne SEO funktioniert nicht. Punkt. Denn: Du kannst deine Website nicht für KI sichtbar zaubern, wenn ihre Inhalte für Suchmaschinen schwer auffindbar oder uneindeutig sind.


Wie du es schaffst, dass deine Website für Google und KI auffindbar wird, schauen wir und nun an:


  1. Deine Inhalte müssen erreichbar sein


Logisch. Google kann eine Seite nur in seiner Suche und in generativen Suchfunktionen berücksichtigen, wenn sie technisch zugänglich, indexierbar und für die Darstellung in der Suche geeignet ist.


Ob deine Website indexierbar ist, kannst du selbst (in der Regel ganz easy) einstellen. Tipp: Überprüfe es auf jeder einzelnen Seite (!). Ich hatte schon mehrere Kundinnen, die ausversehen einen Großteil ihrer Seiten nicht indexiert haben. Ohne Indexierung bist du nicht auffindbar- für nichts und niemanden.


Auch OpenAI nutzt mit dem OAI-SearchBot einen eigenen Crawler, um Websites in ChatGPT-Suchergebnissen auffindbar und zitierbar zu machen. Wird dieser Bot blockiert, können Inhalte nicht regulär in ChatGPT-Suchantworten aufgenommen werden. Der Crawler für die Suche ist dabei vom GPTBot für Modelltraining getrennt. Zur offiziellen Übersicht der OpenAI-Crawler.


Das ist keine GEO-Geheimtechnik. Es ist technisches SEO: Crawling, Indexierung, saubere Seiten und zugängliche Inhalte.


  1. Jede Seite braucht eine klare Aufgabe


Das ist die größte Hürde und der Punkt den die meisten Coaches und Beraterinnen falsch angehen. Die meisten versuchen alles auf eine Seite zu quetschen. Ohne eindeutige Positionierung wird das es natürlich auch sehr schwer klar zu sein. Aber: Wenn deine Startseite gleichzeitig für Stresscoaching, Paarberatung, berufliche Neuorientierung, Führungskräfteentwicklung und Achtsamkeit stehen soll, entsteht kein umfassendes Expertenprofil. Es entsteht Unklarheit.


Ebenso, wenn du schon positioniert bist, aber auf einer Seite alles mögliche zeigen möchtest. Jede Seite sollte nur eine einzige klare Aufgabe haben und ein Ziel. Das ist nicht nur für deine Conversion wichtig, sondern auch für deine Sichtbarkeit bei Google und ChatGPT.


Menschen merken das beim Lesen. Suchmaschinen erkennen keine eindeutige Suchintention. Und KI-Systeme können schwer entscheiden, bei welcher Frage du wirklich die passende Empfehlung bist.


Eine klare Website-Architektur ordnet deshalb jedem wichtigen Thema und Angebot eine eindeutige Seite zu. Sie verbindet verwandte Inhalte durch interne Links und zeigt, wie Zielgruppe, Problem, Expertise und Angebot zusammengehören.


Dazu gehört auch, dass jede Seite nur auf ein Keyword optimiert werden sollte- nicht auf 10 und auch nciht 10 Seiten auf das selbe Keyword. Viele meiner Kundinnen denken: Viel hilft viel. In der Realität kannibalisieren sich Seiten und Artikel allerdings und fressen sich quasi selbst gegenseitig auf. Denn bei zu vielen Seiten oder Artikeln zum selben oder zu ähnlichen Keywords, weiß Google gar nicht, welchen es nun ausspielen soll udn lässt es ganz. Wie du Keywords ermitteln kannst, kannst du übrigens hier nachlesen: Keywords für Coaches: Wie du die richtigen Suchbegriffe findest – ohne SEO-Vorkenntnisse




  1. GEO braucht echte Inhalte statt austauschbarer Texte


Ich weiß, es klingt so verlockend. Am liebsten würden wir alles ganz easypeasy über KI und von KI machen lassen. Funktioniert nur häufig nicht.


Ein KI-generierter Artikel über „fünf Tipps gegen Stress“ macht dich nicht automatisch zur relevanten Stresscoachin. Denn: Warum sollte ein KI-System ausgerechnet deinen Text verwenden, wenn hundert andere Seiten dasselbe sagen?


Google empfiehlt für seine generativen Suchfunktionen ausdrücklich eigenständige, hilfreiche Inhalte mit eigener Perspektive und nachweisbarer Erfahrung – keine austauschbaren Zusammenfassungen dessen, was überall steht. Google nennt das „non-commodity content“.


Das siehst du auch bei meinen Kundinnen, wie zum Beispiel bei Iris Schmidt. Ihr Blog über Resilienz für Mütter rankt nur so gut (aktuell auf Platz 2), weil sie in ihren Artikeln ihre Erfahrungen als Psychologin und Coachin einfließen lässt. Das merken nicht nur ihre Leserinnen, sondern eben auch KI und Google.


Für dich als Coach bedeutet das: Zeige nicht nur, was man tun kann. Erkläre auch, wie du ein Problem einordnest, welche Muster du in deiner Arbeit beobachtest und wo pauschale Ratschläge zu kurz greifen.


Genau daraus entsteht ein fachliches Profil, das Menschen und Systeme mit dir verbinden können.



Was GEO über klassische SEO hinaus ergänzt


SEO schafft Auffindbarkeit. GEO stellt stärker die Frage, welche Teile deiner Inhalte sich für eine direkte Antwort eignen und ob deine Expertise über mehrere Quellen hinweg eindeutig erkennbar ist. Heißt konkret: GEO braucht konkrete Fragen und Antworten- nicht "nur" Keywords.


  1. Klare Antworten auf konkrete Fragen


Hier siehst du deutlich den Unterschied zwischen SEO und GEO bzw wie du es schaffst jeweils angezeigt zu werden.


Eine potenzielle Kundin tippt bei Google vielleicht „Kunden gewinnen als Coach“ ein.

Bei ChatGPT fragt sie eher- wie du vielleicht auch: „Wie kann ich als systemische Coachin regelmäßig Anfragen gewinnen, ohne jeden Tag auf Instagram zu posten?“


Du siehst: KI-Suchen sind häufig länger, konkreter und stärker kontextbezogen. Deine Inhalte sollten deshalb nicht nur ein Hauptkeyword enthalten, sondern die tatsächlichen Entscheidungsfragen deiner Zielgruppe verständlich beantworten.


Das bedeutet nicht, für jede Formulierung einen neuen Artikel zu schreiben. Eine starke Seite kann eine Hauptfrage und mehrere eng verbundene Unterfragen beantworten.


  1. Eindeutige Aussagen über dich und dein Angebot


Eine KI kann dich nur richtig einordnen, wenn deine Website konsistente Informationen liefert:


● Wer bist du?

● Für wen arbeitest du?

● Welches konkrete Problem löst du?

● Welche Methode oder Perspektive zeichnet dich aus?

● Welche Qualifikationen und Erfahrungen stützen deine Expertise?

● Welches Angebot passt zu welcher Ausgangssituation?


Wenn du dich auf der Startseite anders beschreibst als auf deiner Über-mich-Seite und im Blog wieder andere Themen bespielst, bleibt dein Profil unklar und KI kann dich als Coach nicht empfehlen.

Klinkt logisch, machen aber tatsächlich die meisten falsch. Deswegen entwickle ich mit meinen Kundinnen auch alle Seiten- Konsistenz ist hier extrem wichtig.


Mein Tipp: Eine einheitliche Autorenbox unter deinen Fachartikeln hilft dabei, deinen Namen, dein Fachgebiet, deine Qualifikationen und deine Marke wiederholt miteinander zu verbinden. Sie ersetzt keine guten Inhalte. Aber sie macht deutlich, von wem diese Inhalte stammen und warum diese Person darüber spricht.


  1. Bestätigung außerhalb deiner eigenen Website


Auf deiner Website kannst du viel über dich behaupten. Vertrauen entsteht stärker, wenn zentrale Informationen auch an anderen glaubwürdigen Stellen konsistent auftauchen: in Fachportalen, Podcasts, Interviews, Verzeichnissen, Kundenreferenzen, Veranstaltungsseiten oder professionellen Profilen.

Dabei geht es nicht darum, wahllos Erwähnungen einzukaufen. Es geht um echte, nachvollziehbare Spuren deiner Arbeit.


Was Coaches konkret für SEO und GEO brauchen


SEO und GEO auf deiner Website einzubauen ist nicht ganz so kompliziert, wie es die meisten glauben. Du brauchst keine doppelte Content-Produktion. Du brauchst "nur" die richtige Reihenfolge und das entsprechende Business-Fundament.


1. Eine Positionierung, die sich eindeutig benennen lässt


Bevor du Keywords sammelst oder SEO-optimierte Texte schreibst, muss klar sein, wofür du gefunden werden willst. Wenn das nicht steht, kannst du keine passenden Keywords ausmachen und weder SEO noch GEO ingetrieren. Logisch. Also werde erst klar indem:


Wer bist du, was machst du, für wen und mit welchem Ergebnis?


„Ich begleite Frauen in ihre Kraft“ kann emotional stimmig sein. Für Google, KI und eine suchende Interessentin bleibt es trotzdem schwer greifbar. Denn niemand wacht morgens auf oder googlet "Wie komme ich in meine Kraft".


Eine klare Positionierung verbindet Zielgruppe, konkrete Ausgangssituation, gewünschte Veränderung und deine besondere Perspektive. Erst daraus entstehen sinnvolle Suchbegriffe und Themen.


2. Eine Website-Architektur rund um Probleme und Angebote


Wenn deine Positionierung, Zielgruppe und Angebote klar sind, kannst du starten deine Website zu planen. Deine Website braucht dabei nicht möglichst viele Seiten. Sie braucht die richtigen Seiten. Mit meinen Kundinnen baue ich, in der Regel, immer die selben Seiten auf. Natürlich entsprechend der individuellen Positionierung und Keywords.


Dazu gehören in der Regel die folgenden Webseiten:

● eine klar positionierte Startseite,

● eindeutige Angebotsseiten,

● eine Über-mich-Seite mit relevanten Expertise-Signalen,

● zentrale Themenseiten für deine wichtigsten Problemfelder in deinem Blog,

● und vertiefende Artikel zu konkreten Fragen deiner Zielgruppe.


Wichtig: Diese Seiten müssen logisch miteinander verlinkt sein. So entsteht kein loses Blogarchiv, sondern ein erkennbares Themen- und Angebotssystem.


Wie du deine Website SEO-optimierst, kannst du hier nachlesen: SEO für Coaches: So wird deine Website bei Google gefunden


3. Inhalte mit Suchnachfrage und eigener Perspektive


Ein guter Blogartikel beginnt weder bei einem Trend noch bei dem, was du gerade gern erzählen möchtest- auch, wenn das verlockend klingt und ich das wirklich häufig sehe. Ein guter Blogartikel, also einer der auch gefunden wird und dir KundInnen bringt, beginnt bei einer relevanten Frage deiner Wunschkundin.

Dann schreibst du das, was generische KI-Texte nicht liefern können: deine fachliche Einordnung, Beispiele, Erfahrungen, klare Grenzen und eine nachvollziehbare Empfehlung für den nächsten Schritt.


Wie du SEO in deinen Blog integrierst, kannst du hier nachlesen: Blogartikel schreiben als Coach: So entstehen Texte die ranken


4. Klare Personen-, Marken- und Vertrauenssignale


Um bei Google gefunden und vor allem auch von KI vorgeschlagen zu werden, sollte dein Name konsequent mit deinem Fachgebiet verbunden werden.


Dazu gehören:

● ein vollständiges Autorenprofil,

● eine aussagekräftige Über-mich-Seite,

● konsistente Berufs- und Markenbezeichnungen,

● nachvollziehbare Qualifikationen,

● echte Referenzen,

● Quellenangaben bei fachlichen Aussagen,

● und passende strukturierte Daten für Person, Organisation und Artikel.


Strukturierte Daten sind dabei kein GEO-Trick und keine Garantie für eine Empfehlung. Sie können Suchmaschinen jedoch helfen, Inhalte und Entitäten korrekt zuzuordnen und bestimmte Suchdarstellungen zu ermöglichen.


Als Coach bedeutet das für dich ganz konkret: Lass dich bei den entsprechenden Verbänden listen- mit Link zu deiner Website und pack die Abzeichen (mit Genehmigung) auf deine Website.


5. Eine Messung, die über Rankings hinausgeht


Wenn du nun SEO und GEO implementierst, solltest du deine Zahlen messen. Logisch.


Bei SEO beobachtest du unter anderem Impressionen, Positionen, Klicks und Anfragen. Die findest du bei deinem Website Host und auch bei Google Analytics.


Bei GEO ist es etwas anders- es kommen weitere Fragen hinzu:

● Wird dein Business bei relevanten Fragen (auch ohne Namensnennung!) erwähnt?

● Wird deine Website als Quelle zitiert?

● Wirst du fachlich korrekt beschrieben?

● Bei welchen Themen wirst du empfohlen?

● Entstehen daraus Besuche und qualifizierte Anfragen?


Wie du diese Signale mit festen Prompts und klaren Kennzahlen dokumentierst, zeige ich dir im Artikel KI-Sichtbarkeit messen .


Welche GEO-Maßnahmen du dir sparen kannst


Rund um GEO entstehen gerade täglich neue Hacks. Viele davon sind nicht nur unnötig, sondern boykottieren deine Sichtbarkeit in Google, Gemini, Claude und ChatGPT leider auch. Immer wieder heißt es, du müsstest alle ein bis zwei Wochen einen neuen Artikel raushauen. Ich empfehle genau dies NICHT. Es geht nicht um Masse, sondern um tiefe Artikel, die zur Suchintention deiner Zielgruppe passen.


Mit meiner damaligen Karriereberatung (da gab es noch keine KI ;) ) hatte ich EINEN Blogartikel, der mir mindestens 10 Anfragen im Monat gebracht hat. Kundinnen von mir, wie Iris Schmidt, ranken mit mehreren Unterseiten- dadurch wird sie von KI empfohlen. Aber nur ein Artikel rankt aktuell auf Platz 2. Und genau dafür brauchst du eben keine drölftausend Artikel, sondern nur so viele, dass die Suchanfragen udn Keywords abgedeckt sind. Nicht mehr.


Du brauchst also nicht:

● für jede leicht veränderte Frage einen eigenen Artikel,

● deine Texte künstlich in winzige Antwortblöcke zu zerlegen,

● Keywords in jeden zweiten Satz oder gar in jede Überschrift zu schreiben,

● massenhaft generische KI-Artikel zu veröffentlichen,

● oder dir garantierte ChatGPT-Rankings verkaufen zu lassen.


Wirklich nicht. Auch eine llms.txt-Datei ist für die generativen Funktionen der Google-Suche nicht erforderlich. Google erklärt ausdrücklich, dass diese Datei dort weder die Sichtbarkeit verbessert noch verschlechtert. Für ChatGPT und Co ist dagegen entscheidend, dass relevante Seiten öffentlich zugänglich sind und der OAI-SearchBot nicht blockiert wird.


Der größte Hebel bleibt: eine nachfrageoriertierte Positionierung, kaufkräftige Zielgruppe, passende Angebote und dann eine fachlich klare Website mit wertvollen Inhalten, konsistenten Informationen und natürlich einem nachvollziehbaren Weg zum Angebot.


Womit solltest du jetzt anfangen?


Dein nächster Schritt hängt nicht davon ab, welcher Begriff gerade moderner klingt. Auch, wenn GEO natürlich verlockend klingt. Dein nächster Schritt hängt davon ab, wo dein Engpass liegt.


Du hast kaum Sichtbarkeit und fast keine organischen Websitebesuche?

Beginne mit Positionierung, Suchintentionen, Website-Architektur und technischem SEO.

Du rankst bereits, wirst aber von KI-Systemen nicht genannt oder falsch eingeordnet?


Prüfe deine direkten Antworten, Themenzusammenhänge, Autoren- und Expertise-Signale sowie konsistente Erwähnungen außerhalb deiner Website.


Du wirst bei Google und KI gefunden, bekommst aber keine Anfragen?

Dann liegt dein Engpass wahrscheinlich nicht mehr primär bei SEO oder GEO. Prüfe Angebotsklarheit, Vertrauen, Kundinnenreise und Conversion.


Du weißt nicht, wo du stehst?

Dann optimiere nicht auf Verdacht. Analysiere zuerst, ob dein Business klar positioniert, auffindbar, verständlich und mit dem richtigen Angebot verbunden ist.


Fazit: Du brauchst kein SEO oder GEO – du brauchst ein System


SEO bringt dich in die Suche. GEO bringt deine Expertise in die Antwort. Aber weder ein Google-Ranking noch eine ChatGPT-Nennung garantiert dir eine Anfrage.


Planbare Anfragen entstehen erst, wenn potenzielle Kundinnen dich bei einem konkreten Problem finden, deine Expertise verstehen, deinem Angebot vertrauen und einen klaren nächsten Schritt sehen.


Deshalb baust du nicht zuerst eine SEO-Strategie und später irgendwo daneben eine GEO-Strategie. Du baust ein Marketing-System, in dem Positionierung, Website, Inhalte, SEO und KI-Sichtbarkeit ineinandergreifen.


Damit dein Marketing nicht jeden Tag neu angeschoben werden muss.

Sondern arbeitet, während du coachst. Während du frei hast. Und auch dann, wenn du gerade nichts postest.


Häufige Fragen zu SEO und GEO für Coaches


Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

SEO optimiert Websites für Auffindbarkeit und Klicks in klassischen Suchergebnissen. GEO optimiert Inhalte zusätzlich dafür, in generierten Antworten von ChatGPT, Google AI Overviews, Gemini oder anderen KI-Systemen verstanden, zitiert und korrekt zugeordnet zu werden. GEO baut in der Praxis auf vielen SEO-Grundlagen auf.


Brauchen Coaches SEO oder GEO?

Beides. Ohne SEO kein GEO. SEO ist die Grundlage von GEO. Coaches brauchen beides in der richtigen Reihenfolge. SEO sorgt dafür, dass Website und Inhalte technisch zugänglich, thematisch klar und über Suchanfragen auffindbar sind. GEO ergänzt direkte Antworten, konsistente Expertise-Signale und eine Struktur, die KI-Systemen die korrekte Einordnung erleichtert.


Ersetzt GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung?

Nein. GEO ersetzt SEO nicht. Google bestätigt, dass seine generativen Suchfunktionen auf den bestehenden Such- und Qualitätssystemen aufbauen. Ohne crawlbare, indexierbare und hilfreiche Inhalte fehlt deshalb auch für generative Sichtbarkeit ein wichtiges Fundament.


Kann ich meine Website gezielt für ChatGPT optimieren?

Du kannst keine Empfehlung garantieren. Du kannst aber die Voraussetzungen verbessern: öffentliche und crawlbare Seiten, Zugriff für den OAI-SearchBot, klare Antworten, eindeutige Informationen über Person und Angebot, belastbare Expertise und konsistente Erwähnungen. Wie ChatGPT Coaches findet, erkläre ich ausführlicher in meinem Überblick über KI für Coaches.


Brauche ich für GEO eine eigene Website?

Eine eigene Website ist nicht die einzige mögliche Informationsquelle, aber für ein Coaching-Business die wichtigste steuerbare Basis. Dort kannst du Positionierung, Leistungen, Qualifikationen und Fachinhalte vollständig und konsistent darstellen. Profile auf fremden Plattformen ergänzen diese Basis, ersetzen sie aber nicht zuverlässig.


Welche Inhalte eignen sich für SEO und GEO?

Besonders geeignet sind Inhalte, die konkrete Fragen deiner Zielgruppe vollständig beantworten und zugleich eine eigene fachliche Perspektive bieten. Dazu gehören Problemerklärungen, Entscheidungshilfen, Vergleiche, Schritt-für-Schritt-Einordnungen, Fallbeispiele und klar begründete Empfehlungen. Austauschbare Allgemeinplätze liefern dagegen wenig Grund, gerade deine Seite zu zitieren.


Reichen regelmäßige Blogartikel aus, um bei Google und KI sichtbar zu werden?

Nein. System vor Regelmäßigkeit. Einzelne Artikel sind noch keine Strategie. Sie brauchen eine klare thematische Verbindung zu deiner Positionierung, deinen Angebotsseiten und weiteren vertiefenden Inhalten. Erst eine sinnvolle Website-Architektur und interne Verlinkung machen aus einzelnen Texten ein erkennbares Expertinnenprofil.


Wie lange dauert es, bis SEO und GEO Ergebnisse bringen?

SEO braucht in der Regel 3-12 Monate- ich habe aber auch Kundinnen, wie Iris Schmidt, die nach 6 Wochen auf Platz 2 ranken. Es gibt keine feste Dauer. Sie hängt unter anderem von deinem Thema, Ausgangslage, Wettbewerb, technischer Qualität, bestehender Autorität und Umfang der Änderungen ab. Erste Crawls, Impressionen oder Nennungen können früh entstehen; stabile Sichtbarkeit und daraus resultierende Anfragen entwickeln sich meist schrittweise. Garantierte Zeitangaben sind unseriös.


Wie kann ich den Erfolg von GEO messen?

Du kannst den Erfolg von GEO messen. Miss nicht nur einzelne ChatGPT-Antworten. Nutze ein festes Set relevanter Fragen und dokumentiere wiederkehrend Nennungen, Empfehlungen, Zitationen und die fachliche Korrektheit. Ergänze diese Tests um Daten aus deiner Webanalyse, der Google Search Console und die Herkunftsangabe bei Anfragen.


Brauche ich neben SEO und GEO weiterhin Social Media?

Nicht zwingend als Hauptquelle für neue Anfragen. Social Media kann Vertrauen, Beziehung und Persönlichkeit sichtbar machen. Für Menschen mit einem konkreten Problem sind Google und KI jedoch oft die direkteren Suchwege. Deshalb sollte Social Media dein Marketing-System ergänzen und nicht allein am Leben halten.



Würden Google und KI dich als Expertin empfehlen?


Wenn eine potenzielle Kundin bei Google sucht oder ChatGPT fragt, wer ihr bei ihrem Problem helfen kann: Wird dein Business gefunden, richtig eingeordnet und als passende Lösung verstanden?


Wenn nicht, liegt das nicht automatisch an deiner Expertise. Häufig können Google und KI auf deiner Website nicht eindeutig erkennen, für welche Zielgruppe du arbeitest, welches Problem du löst und wodurch sich dein Angebot auszeichnet.


Mit meiner 0-€-KI-Business-Analyse prüfst du, wie klar dein Business für Suchmaschinen und KI-Systeme wie ChatGPT aufgestellt ist. Du erfährst:


  • ob deine Positionierung eindeutig erkennbar ist,

  • ob Zielgruppe, Problem und Angebot klar zusammenpassen,

  • welche Informationen für eine Nennung oder Empfehlung fehlen,

  • und welchen Hebel du als Erstes verändern solltest.


Keine allgemeine SEO-Checkliste. Sondern eine konkrete erste Analyse für Coaches und Beraterinnen, die über Google und KI planbar gefunden werden wollen.





Über die Autorin: Jasmin Laura Maibach



Jasmin Laura Maibach

Jasmin Laura Maibach ist Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt Positionierung, SEO und GEO für Coaches und Beraterinnen sowie Entwicklerin von Planbare Anfragen®. Sie unterstützt ihre Kundinnen dabei, ihre Positionierung an echter Nachfrage auszurichten, klare Angebote zu entwickeln und über Google und KI passende Interessentinnen zu erreichen.


Seit 2018 selbstständig, verbindet sie als Bildungswissenschaftlerin (M.A.), zertifizierte Gründungsberaterin und Hochschuldozentin für Start-up-Management fundierte Unternehmensentwicklung mit strategischem Marketing. Außerdem ist sie Gründerin des akkreditierten und DEKRA-geprüften Bildungsträgers Momentum Career®.


Ihre Mission: Qualifizierte Coaches und Beraterinnen sollen mit ihrer Expertise gefunden und gebucht werden – ohne ihre Kundengewinnung dauerhaft von Social-Media-Reichweite und ständigem Posten abhängig zu machen.


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